Extinction Rebellion

30 Klimaaktivisten ketten sich an Zaun des Kanzleramtes

Die 30 Aktivisten wollen mit der Aktion Gespräche mit den zuständigen Ministern erwirken. Die Polizei begann mit der Entfernung der Ketten.

Aktivisten von Extinction Rebellion und der Organisation Extinction Rebellion Youth demonstrieren vor dem Bundeskanzleramt

Aktivisten von Extinction Rebellion und der Organisation Extinction Rebellion Youth demonstrieren vor dem Bundeskanzleramt

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  30 Umweltaktivisten haben sich am Dienstag teilweise mit ihren Hälsen an den Zaun des Bundeskanzleramts in Berlin gekettet. „Wir haben die Schlüssel an die Minister und das Kanzleramt geschickt und warten bis sie uns losschließen“, sagte eine Sprecherin der Bewegung Extinction Rebellion. Sie fordert von der Bundesregierung, den Klimanotstand auszurufen. Die Angeketteten würden mit Sonnenhüten und Schirmen vor der Hitze geschützt, sagte die Sprecherin weiter. Ihre Aktion streamten die Klimaschützer live über Facebook.

Gegen 11.30 Uhr ketteten sich die Aktivisten im Alter von 17 bis 48 Jahren an den Zaun. Sie hielten Plakate und sangen „Von der blauen Erde kommen wir, unser Klima stirbt genauso schnell wie wir“. Die Polizei war vor Ort. Nach Polizeiangaben habe man einen Hinweis auf die Aktion bekommen

Polizei begann mit dem Entfernen der Ketten

Die Berliner Polizei begann am Nachmittag, die angeketteten Umweltaktivisten loszumachen. „Unsererseits werden Anstrengungen unternommen, die Personen zu entfernen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Über einen Livestream auf Facebook ließ sich die Aktion verfolgen. Mit Sprechchören demonstrierten die Angeketteten sowie Unterstützer auch während des Aufbrechens der Schlösser für den Klimaschutz.

Extinction Rebellion (auf deutsch etwa «Rebellion gegen das Aussterben») ist eine Bewegung mit Ursprung in Großbritannien. Die Aktivisten fordern von den Regierungen mehr Engagement für den Klima- und Umweltschutz.