Es war eine harte Tarifrunde bei der BVG in diesem Frühjahr, Streiks und Verkehrschaos inklusive. Schließlich einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf eine solide Gehaltserhöhung für die 14.500 Mitarbeiter der BVG und ihrer Fahrdienst-Tochter Berlin Transport. Bis zu 400 Euro mehr im Monat sollen viele Fahrer verdienen. Das sei nötig und angemessen, hieß es seinerzeit auch aus der Berliner Landespolitik. Denn wer einen großen Gelben durch den stressigen Berliner Verkehr steuert, soll nicht weniger Geld bekommen als ein Fahrer auf Brandenburger Landstraßen.
Die Personalkosten der Anstalt des öffentlichen Rechts und ihrer Tochter steigen durch den Tarifabschluss erheblich, von rund 600 auf 700 Millionen Euro pro Jahr. Der Zuwachs von 100 Millionen Euro inklusive der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung war den BVG-Managern in einer Spitzenrunde von den führenden Köpfen der Regierungskoalition zugesagt worden. Anwesend waren seinerzeit unter anderem der Regierende Bürgermeister Michael Müller, Finanzsenator Mathias Kollatz (SPD) und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), die Aufsichtsratschefin der BVG ist.


