Es ist der Albtraum eines jeden Hundebesitzers: Der treue Freund verschwindet plötzlich, wird gestohlen, entführt oder teilweise sogar mit Gewalt vom Herrchen weggerissen und taucht nicht wieder auf. 309-mal ist das in den vergangenen sechs Jahren in Berlin passiert. Das ergab nun eine Anfrage des FDP-Politikers Marcel Luthe. Die „Berliner Zeitung“ berichtete zuerst darüber.
So erging es Anfang des Jahres auch Gabriele Schwebig. Ihre Dackeldame „Schnipsel“ lief beim Gassigehen am Berliner Havelufer vor. Doch dieser kurze Augenblick reichte. „’Schnipsel’ lief ins Schilf, um Wasser zu trinken und tauchte nie wieder auf“, erzählte Tochter Maxi Schwebig. Und damit war der Schrecken nicht vorbei: Mehrere Personen meldeten sich telefonisch bei Familie Schwebig – und forderten Geld für Schnipsels Freilassung. Schwebig und ihre Eltern gingen davon aus, dass es sich hierbei um Trittbrettfahrer handelte, die aus dem Leid der Familie Profit schlagen wollten. „Wir denken, dass der Hund eigentlich gestohlen wurde“, sagte Schwebig damals. Bis heute ist der Dackel verschwunden.


