Mehrere Hundert Teilnehmer haben sich am Samstagnachmittag in Charlottenburg zur jährlichen antisemitischen Al-Quds-Demonstration versammelt. Die Polizei sprach im Vorfeld von 2000 zu erwartenden Teilnehmern. Ein Verbot war laut Innenverwaltung nicht möglich. Ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik hatte zu Gegenprotesten aufgerufen. Eine Demonstration zog bereits um 12 Uhr vom U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße zum Adenauerplatz. Das Bündnis „Gegen den Al-Quds Marsch“ meldete eine Kundgebung ab 15 Uhr am George-Grosz-Platz an.
Einige Teilnehmer der Al-Quds-Demonstration riefen vor dem Start der Demonstration „Kindermörder Israel“. Zu sehen waren unter anderem Palästina- und Deutschlandfahnen. Wenige Meter weiter hatte sich die Gegendemonstration aufgebaut. Dort flatterten Israel-Fahnen. Teilnehmer riefen Parolen wie „Lang lebe Israel“ sowie „Free Gaza from Hamas“ (Befreit Gaza von der Hamas).
mit dpa


