Auch bei der Berliner SPD herrschte am Montag Katzenjammer. Der Landesvorstand traf sich am Nachmittag, um über die Situation und Schlussfolgerungen aus dem desaströsen Ergebnis der Europawahlen zu sprechen.
In Berlin landeten die Sozialdemokraten nach dem Verlust von zehn Prozentpunkten nur noch bei 14 Prozent. Vor allem der Blick auf die absoluten Wählerstimmen muss den Sozialdemokraten Sorgen machen. Nur noch 211.000 Berliner votierten am Sonntag für die SPD. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es noch 120.000 mehr gewesen, bei der Abgeordnetenhauswahl ein Jahr zuvor sogar 140.000 mehr. „Es ist deprimierend“, sagte am Montag ein führender Sozialdemokrat. Intern gingen schon die Schuldzuweisungen rum.


