Berlins Mieter zahlen im Durchschnitt 6,72 Euro je Quadratmeter und Monat (nettokalt) für ihre Wohnung - 33 Cent mehr als noch vor zwei Jahren. Damit sind die Mieten in den vergangenen zwei Jahren um fünf Prozent gestiegen. Das ist ein deutlich schwächerer Anstieg als in den Jahren zuvor. „Das ist kein Grund zur Entwarnung, aber ein deutliches Zeichen dafür, dass die mietenstabilisierenden Maßnahmen des Landes Berlin Wirkung zeigen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Montag bei der Vorstellung des neuen Berliner Mietspiegels. Altbauwohnungen und kleine Apartments haben sich jedoch erneut deutlich verteuert.

Der Berliner Mietspiegel wird alle zwei Jahre aktualisiert und gibt Auskunft über die sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete, an der sich Mieter und Vermieter bei der Ermittlung einer angemessenen Mieterhöhung rechtssicher orientieren sollen. Er gilt für knapp 1,4 Millionen nicht preisgebundene Wohnungen in Berlin und ist auch die Richtschnur für die sogenannte Mietpreisbremse. Erstellt wird er im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen von der F+ B Forschungsgruppe Hamburg. Diese hat durch eine Befragung von Mietern und Vermietern Daten zur Miete und Ausstattung von rund 11.000 zufällig ausgewählten Wohnungen erhoben.