Er hatte das Messer schon gezückt, mutmaßlich um seine Partnerin oder die herbeigerufenen Polizeibeamten zu attackieren. Dann sausten Pfeile auf ihn zu, die Widerhaken drangen in seinen Körper ein, und der Mann spürte die Kraft von 50.000 Volt. Er ging zu Boden – und die Polizisten nahmen ihn fest.

Die Berliner Polizei setzt die als Taser bekannten Elektroschocker seit Februar 2017 ein. Bei dem Einsatz in der Adalbertstraße in Kreuzberg gegen den Mann mit dem Messer vor rund zwei Monaten konnten die Beamten womöglich Schlimmeres verhindern. Umstritten bleiben die „Distanz-Elektroimpulsgeräte“ dennoch – und ob der auf drei Jahre angelegte Testlauf verlängert oder sogar in den Regelbetrieb überführt wird, ist ungewiss.