Die Berliner Schulbauoffensive könnte neuen Berechnungen zufolge deutlich teurer werden als ursprünglich geplant. Laut einer Untersuchung der Beratungsagentur Regioconsult werden sich die Kosten für Neubau und Sanierung von Schulen in Berlin um mindestens 2,4 Milliarden Euro auf 7,9 Milliarden Euro erhöhen. Als Gründe dafür nannten die Studienautoren nicht nur steigende Baupreise, sondern auch Kapazitätsgrenzen bei Behörden sowie bei ausführenden Betrieben.
„Wir bezweifeln, dass die Schulbauoffensive des Senats wie geplant durchgeführt werden kann“, sagte am Donnerstagabend Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer in Berlin. Kammer und Fachgemeinschaft Bau (FG Bau) hatten die Studie gemeinsam in Auftrag gegeben. Beide Verbände rechnen zudem kaum mit positiven Effekten für die Berliner Bauwirtschaft. Der Aufwand, sich um die öffentlichen Aufträge zu bewerben, sei zu groß, bemängelte Schwarz. Die Größe der Ausschreibungen gehe zudem an den kleinen und mittleren Bauunternehmen in Berlin vorbei. „Die Stadt sagt, wir machen ein Konjunkturprogramm, aber keiner geht hin“, so Schwarz.



