Das Licht geht aus. Drei dunkel gekleidete junge Männer betreten den Raum. Einer setzt sich an den Flügel in der Mitte des Pierre Boulez Saals, die anderen nehmen Klarinette und Bratsche zur Hand. Sofort wird es ruhig. Als der Klarinettist ansetzt, füllen die Klänge schlagartig den ganzen Raum und ziehen die Zuhörer in ihren Bann.
Insgesamt vier etwa halbstündige Konzerte wurden am Sonnabend im Boulez Saal in Berlin Mitte gegeben. Bereits zum dritten Mal lud die angeschlossenen Barenboim-Said-Akademie zum Tag der offenen Tür. Der Eintritt war frei und der Andrang mit etwa 1600 Besuchern hoch. „Ich war begeistert von der Architektur, vor allem aber vom Raumklang“, meinte Besucher Volker Breuer. Für ihn wie für viele andere war es der erste Besuch in dem von Stararchitekt Frank Gehry entworfenen und 2017 eröffneten Konzertsaal, der mit seinen 680 Plätzen häufig schnell ausverkauft ist.


