Im vergangenen Jahr hat die Berliner Staatsanwaltschaft mehr Korruptionsverfahren geführt. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Korruptionsbekämpfung hervor. Darüber hinaus kündigte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) ein neues digitales Kontrollsystem für die Berliner Behörden an. Behrendt bezeichnete Korruption als „Krebsgeschwür“ der Demokratie.
Im Jahr 2018 sind bei der Staatsanwaltschaft Berlin insgesamt 134 Verfahren mit Korruptionsbezug (2017: 114 Verfahren) mit insgesamt 194 Beschuldigten eingegangen. In 15 Verfahren mit Korruptionsbezug erhob die Staatsanwaltschaft letztendlich Anklage (2017: 12 Verfahren). Auch die Anzahl der Erledigungen ist leicht gestiegen, wie aus dem Bericht hervorgeht. Im vergangenen Jahr konnten die Staatsanwälte demnach 127, teilweise noch aus den Vorjahren stammende Verfahren, zu den Akten legen. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es 119 Verfahren. Die Staatsanwaltschaft Berlin musste allerdings auch 102 Korruptionsverfahren mangels hinreichenden Tatverdachts wieder einstellen (2017: 94 Verfahren).
mit dpa


