Kunst und Party

Gallery Weekend: Prominente feiern in Berlin die Kunst

In Prominentendichte gemessen könnte das Gallery Weekend zu einem der wichtigsten Red-Carpet-Events in Berlin werden.

Poppy Delevingne, Suki Waterhouse und Adrian Brody beim Montblanc Travel Event im Goya am Nollendorfplatz.

Poppy Delevingne, Suki Waterhouse und Adrian Brody beim Montblanc Travel Event im Goya am Nollendorfplatz.

Foto: Jörg Krauthöfer

Wer schon mal auf der Art Basel in Miami Beach war oder zumindest in den einschlägigen Promi-Magazinen darüber gelesen hat, der weiß: Kunst ist bei den internationalen VIPs schwer en vogue. Dort schleichen regelmäßig Leonardo Di Caprio und Brad Pitt durch die Galerien und konkurrieren mit Kanye West und Jennifer Lopez um die Werke der angesagtesten Künstler. Wer als Influencer etwas auf sich hält, zeigt sich am Abend auf einer der zahlreichen Partys.

Künstler und Desginer interpretieren die Cuvées

In dieser Saison scheint der Trend auch in Berlin angekommen zu sein. Bevor ab Freitag das Gallery Weekend mit fast 50 Galerien und rund 1000 internationalen und nationalen Gästen Nachwuchs- und etablierten Künstlern eine Bühne bietet, wurde am Mittwoch schon mal gefeiert. Gelegenheit bot sich dazu am frühen Abend beim mittlerweile schon traditionellen Empfang von Ruinart in der DNA Galerie an der Auguststraße.

Das Champagnerhaus engagiert regelmäßig zeitgenössische Künstler und Designer, die die Cuvées und die Geschichte des französischen Traditionsunternehmens interpretieren. In diesem Jahr den Brasilianer Vik Muniz. Yannick Stockhausen, Küchenchef im Restaurant “Cordo” an der Großen Hamburger Straße, kreierte dazu ein korrespondierendes Flying-Menü mit so interessanten Gerichten wie Karotte mit Ameisen-Dipp und Schwarzwurzel in Sesamsand oder Sauerampfer mit rostigen Blättern und Buchweizen. Das DJ-Amt hatte Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer übernommen. „Ist Champagner nicht auch Kunst?“, so Kollege Sabin Tambrea angesichts der Frage, ob er wegen des Schaumweins oder der ausgestellten Werke gekommen war.

Internationale und deutsche Prominenz am Nollendorfplatz

Hollywood-prominent wurde es im Anschluss beim Montblanc Travel Event im Goya am Nollendorfplatz. Der Luxusartikelherstellter hatte im Fahrwasser des Gallery Weekends zur Präsentation einer neuen Kollektion geladen und dazu unter anderen US-Schauspieler Adrien Brody, die britischen Models Alex Pettyfer und Poppy Delevingne sowie deutsche Kollegen wie Toni Garrn, Iris Berben, Jürgen Vogel und Frederick Lau gebeten. Für die Musik waren die üblichen Verdächtigen - Lars Eidinger und Palina Rojinski - engagiert.

Bereits am Nachmittag waren vor dem „Hotel Zoo“ am Kurfürstendamm schwarze Limousinen zu beobachten gewesen, wo sich die internationale Prominenz für ihren Berlin-Besuch einquartiert hatte. Aber auch schon bevor es ins Bett ging, blieben die A-Lister beim Feiern im ehemaligen „Metropol“ lieber unter sich. Nach dem roten Teppich ging es direkt auf den Rang mit Blick auf die Tanzfläche, wo Champagner und Burger gereicht wurden.

Bis Ende der Woche sind noch diverse solcher Empfänge im Angebot. Darunter von Schuhlabels, Modefirmen und Magazinen. Zugegebenermaßen steht die Kunst bei all diesen Partys weniger im Vordergrund als das Sehen und Gesehenwerden. Aber das gilt seit Jahren auch für das Verhältnis von Mode und Berliner Fashion Week. Rein in Prominentendichte gemessen könnte das Gallery Weekend die Modewoche in diesem Jahr aber als wichtigstes Hauptstadt-Red-Carpet-Event nach der Berlinale ablösen.