Preisentwicklung

Strompreis in Berlin steigt um mehr als 3 Prozent

Ab dem 1. Juni zahlt ein Berliner Durchschnittshaushalt 2,48 Euro mehr pro Monat für Strom.

Strom in Berlin wird teurer.

Strom in Berlin wird teurer.

Foto: imago stock&people / imago/MIS

Berlin. Die Strompreise für Berliner Haushalte steigen weiter an. Insbesondere Kunden von Vattenfall sind betroffen. Der Grundversorger Berlins plan,t seine Strompreise für Privatkunden zu erhöhen. Von der Strompreissteigerung sind ungefähr 1,6 Millionen Haushalte in der Hauptstadt betroffen.

Nach über zwei Jahren Preisstabilität änderten sich für Vattenfall-Kunden ab dem 1. Juni die Strompreise. Das teilte das Unternehmen nun mit. Für den typischen Berliner Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 2.200 Kilowattstunden entstehen deshalb im Grundversorgungstarif „Berlin Basis Privatstrom“ Mehrkosten von 2,48 Euro pro Monat. Das entspricht einer Steigerung von 3,94 Prozent. In der Grundversorgung steigt der Verbrauchspreis von aktuell 29,79 Cent pro Kilowattstunde auf 31,14 Cent pro Kilowattstunde. Der monatliche Grundpreis bleibe stabil, so Vattenfall.

Strompreise in ganz Deutschland gestiegen

Mehr als 600 Energieversorger in Deutschland haben für 2019 Preismaßnahmen angekündigt oder bereits durchgeführt. Laut dem Tarifportal Verivox erhöhen sich die Strompreise bundesweit durchschnittlich um bis zu 4,8 Prozent.

Grund: Zum 1. Januar 2019 haben sich verschiedene staatlich veranlasste Umlagen verändert, wie beispielsweise die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Zusätzlich wurden die Entgelte für die Netznutzung in Berlin leicht gesenkt, so Vattenfall.

Die insgesamt sinkenden Umlagen und Netzentgelte könnten die gestiegenen Beschaffungskosten jedoch nicht kompensieren. Denn seit zwei Jahren seien die Preise an der Energiebörse für Stromlieferanten im Durchschnitt um mehr als die Hälfte gestiegen.