Fast wäre alles ganz anders gekommen. Vor 13 Jahren wurde Andrea Nahles als Kandidatin für den Senat des damaligen Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) gehandelt. Wowereit kannte die damals 36-Jährige aus dem SPD-Präsidium. Nahles war zu diesem Zeitpunkt Expertin für Arbeit und Soziales der Bundestagsfraktion und konnte gut mit Wowereit. Am Ende wurde daraus nichts. Das Sozialressort fiel an den Koalitionspartner, die Linke. Senatorin blieb Heidi Knake-Werner.
Zuvor hatte Nahles bei den Berliner Genossen für Heiterkeit gesorgt, als sie auf einem Parteifest den Senat lobte. „Der Gerhard macht einen Super-Job“, rief sie den anwesenden Sozialdemokraten zu. Gemeint war nicht der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder – sondern Berlins SPD-Innensenator Ehrhart Körting.


