Für eine Frau aus Lichtenberg sollte der Nachmittagsspaziergang böse enden. Als die 76-Jährige am vergangenen Mittwoch in Fennpfuhl die viel befahrene Storkower Straße überqueren wollte, raste ein Jaguar heran. Und obwohl die Seniorin einen markierten Fußgängerüberweg nutzte, wurde sie von dem Auto erfasst und dabei schwer am Kopf verletzt. Der Ausflug endete im Krankenhaus.
Meldungen wie diese sind beinahe täglich im Report der Berliner Polizei zu lesen. Nun bestätigt auch eine umfangreiche Studie des Versicherungskonzerns Allianz: Fußgänger leben in Deutschland gefährlich. Sie sind im Straßenverkehr dabei sogar noch stärker gefährdet als Fahrradfahrer, über deren Sicherheit in Berlin zuletzt so viel diskutiert wurde. Bei der Vorstellung der Studie zum Thema Sicherheit von Fußgängern am Donnerstag forderte der Versicherer von der Politik und der Autoindustrie mehr Einsatz zum Schutz der unmotorisierten Verkehrsteilnehmer ein.


