Es klappt nicht alles an diesem Sonntag. Zweimal kommt der Organist in der Luisenkirche am Gierkeplatz in Charlottenburg durcheinander. Pfarrerin Aline Seel füllt die Aussetzer mit ein paar charmanten Worten. Irgendwie habe es ja auch etwas Schönes, sagt sie. Die Welt dort draußen sei schließlich auch nicht perfekt. So wie die der drei Obdachlosen, die vor dem Gotteshaus betteln und nicht mit hineingekommen sind. Dabei wäre noch Platz. Rund 60 Menschen sitzen verteilt in den Reihen vor dem Altar, um Seels Predigt zu hören und dem Gottesdienst beizuwohnen.
Austritte
Nur noch ein Viertel der Berliner ist in der Kirche
Berlin. Nur noch ein Viertel der Berliner gehört der Kirche an. Jährlich treten viele aus, auch, um Geld zu sparen.

Blick auf den sanierungsbedürftigen Berliner Dom © dpa | Paul Zinken
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