Antisemitismus

Ex-Terroristin Rasmea Odeh hat Berlin verlassen

Die Ex-Terroristin kommt mit Ausreise nach Jordanien drohender Abschiebung zuvor. Die Ausländerbehörde hatte ihr Visum aufgehoben.

Wurde im Jahr 1970 als Terroristin verurteilt: Rasmea Odeh

Wurde im Jahr 1970 als Terroristin verurteilt: Rasmea Odeh

Foto: picture alliance / AP Photo / Julius Betschka

Die Ex-Terroristen Rasmea Odeh hat Berlin am Montag verlassen. Die jordanische Staatsangehörige sei freiwillig nach Jordanien ausgereist, wie die Innenverwaltung mitteilte. Mit ihrer Ausreise vermeide Odeh eine mögliche Abschiebung. Diese sei ihr nach einer Entscheidung der Innenverwaltung durch die Ausländerbehörde angedroht worden. Die Polizei habe ihr Verlassen der Bundesrepublik überwacht.

Odeh war vor gut zwei Wochen nach Berlin eingereist, weil sie bei einer Veranstaltung des als antisemitisch geltenden Samidoun-Netzwerks zum Thema „Palästinensische Frauen im Befreiungskampf“ teilnehmen wollte. Das Auswärtige Amt hatte ihr ein Visum erteilt. Die Berliner Ausländerbehörde hatte dieses jedoch mit der Begründung aufgehoben, dass die Sicherheit und Ordnung gefährdet werde. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte diese Entscheidung bereits am Freitag bestätigt.

1970 verurteilt wegen Bombenanschlags mit zwei Toten

Rasmea Odeh war im Jahr 1970 in Israel wegen eines Bombenanschlags mit zwei Toten in Jerusalem zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Bei einem Gefangenenaustausch kam sie 1980 frei. Sie gilt als scharfe Kritikerin Israels und ruft zum Boykott des jüdischen Staats auf.