Berlins Beamte kommen im Ruhestand das Land deutlich teurer zu stehen als bisher angenommen. Die bereits eingegangen Pensionsverpflichtungen belaufen sich aktuell auf 57 Milliarden Euro. Das hat Finanzstaatssekretär Fréderic Verrycken (SPD) der AfD-Finanzexpertin Kristin Brinker in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitgeteilt. Zuletzt hatte die Finanzverwaltung die künftig sicher anfallenden Ausgaben für Pensionen auf 35 bis 40 Milliarden beziffert.
Durch die neuen Berechnungen, die der Staatssekretär vorab aus einem gerade fertig gewordenen versicherungsmathematischen Gutachten genommen hat, verdoppele sich de facto der Berliner Schuldenstand, stellte Brinker fest. Die Verbindlichkeiten Berlins liegen derzeit bei 58 Milliarden Euro. Anders als bei Bankschulden, die das Land auch weiter mit sich herumtragen und über Zinszahlungen finanzieren kann, bedeuten die Pensionsverpflichtungen echte, reale Ausgaben in der Zukunft.


