Die Meinungen über das, was das Berliner Abgeordnetenhaus am Donnerstag beschlossen hat, gingen noch weiter auseinander, als es sonst zwischen Regierungsfraktionen und Opposition üblich ist. „Berlin macht Geschichte“, lobte die Bildungsexpertin der Linken, Regina Kittler, das rot-rot-grüne Gesetz, das allen Schülern der Klassenstufen eins bis sechs ab dem kommenden Schuljahr ein kostenfreies Mittagessen garantieren soll. Hildegard Bentele von der CDU sprach hingegen von einem „Stimmenkauf“, am Ende werde die Qualität der Verpflegung leiden.
Einig waren sich die Politiker in der Parlamentsdebatte, dass das Gesetz in der Praxis nicht einfach umzusetzen sein wird. Die Koalitionsfraktionen haben deshalb parallel dazu ein „Qualitätspaket Schulessen“ beschlossen. Es sieht Investitionen in den Bezirken für Mensen, Abwaschmöglichkeiten oder Frischetheken vor. Fünf Millionen Euro sollen die Bezirke als Schulträger bekommen.


