Mobilität

Flixbus und Uber starten in Berlin Kooperation

Reisende sollen es leichter haben, ohne Auto von Tür zu Tür zu fahren. Der neue Service startet in Berlin und drei anderen Städten.

Reisende am Busbahnhof ZOB an der Berliner Messe in Charlottenburg.

Reisende am Busbahnhof ZOB an der Berliner Messe in Charlottenburg.

Foto: Reto Klar

Der Fernbusanbieter Flixbus und der Fahrdienstleister Uber wollen künftig zusammenarbeiten. Eine entsprechende Partnerschaft haben beiden Unternehmen am Donnerstag in Berlin bekannt gegeben. Den Reisenden soll es damit erleichtert werden, die „erste und letzte Meile“ von oder zu einem Fernbus-Halt zurückzulegen. Der Service wird zunächst in Berlin sowie in München, Frankfurt am Main und Düsseldorf angeboten. Weitere Städte sollen folgen.

Fernbusreisende können ab sofort über die Uber-App Fahrten buchen, mit denen sie zu einem Flixtrain-Bahnhof oder einer Flixbus-Haltestation gebracht oder von dort abgeholt werden. Dafür werden ihnen auf dem Smartphone an zunächst 25 Haltepunkten „virtuelle Abholstellen“ angezeigt, an denen man vom Bus ins Mietauto umsteigen kann.

Kooperation könnte Streit weiter anheizen

Allein in Berlin würden rund 1500 Taxis bereitstehen, die mit Uber kooperieren, sagte Christoph Weigler, General Manager von Uber Germany. Hinzu kommt eine weitaus größere Zahl an Fahrzeugen mit Chauffeur, die über den Limousinen-Service Uber+ bestellt werden können.

Die neue Partnerschaft dürfte indes den Streit mit dem traditionellen Taxi-Gewerbe weiter anheizen, das mit seinen Taxen gleichfalls an den Bahnhöfen auf Kundschaft wartet. Die Unternehmen sehen sich durch die Angebote von Uber und anderen privaten Fahrdienstleistern zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Erst Mitte Februar demonstrierten Hunderte Fahrer vor dem Bundesverkehrsministerium an der Invalidenstraße in Mitte, wo an einer Novelle des Personenbeförderungsgesetzes gearbeitet wird, die den Taxikonkurrenten mehr Möglichkeiten einräumen soll.

Wunsch nach einem zweiten Omnibusbahnhof

Flixbus-Geschäftsführer Fabian Stenger betonte, dass es bei der Kooperation vor allem darum gehe, den Reisenden eine komplette Reisekette von Tür zu Tür anzubieten, die es ihnen wiederum leicht macht, auf das eigene Auto komplett zu verzichten.

Er erneuerte zugleich den Wunsch nach einem zweiten Zentralen Omnibusbahnhof im Ostteil der Stadt, etwa im Umfeld des Bahnhofs Ostkreuz. „Dies ist ganz im Sinne der Verbraucher, aber auch der Umweltpolitik, die gerade auch in Berlin verfolgt wird“, sagte er der Berliner Morgenpost.

Flixbus hat derzeit neun Haltepunkte in Berlin, zudem fahren täglich bis zu zwei Flixtrain-Züge zwischen Berlin und Stuttgart. Im Juni kommt die Verbindung Berlin–Köln hinzu.