Sie kamen in der Nacht, blieben vermutlich nur wenige Sekunden – und was sie zurückließen, war Angst. Und einen Schriftzug: „9mm für“. Die Abkürzung bezeichnet das Kaliber einer Pistole. Dann folgen der Vor- und Nachname eines Bewohners des Hauses, in dessen Innenflur die Parole gesprüht wurde.

Den Namen der Person, der die Drohung gilt, hält die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ (MBR), die das Foto mit der Parole zur Verfügung gestellt hat, unter Verschluss. Aus gutem Grund. Denn die in roter Farbe geschriebenen vier Wörter können als unverhohlener Mordaufruf verstanden werden.

mit dpa