Ehrung

Frauenpreis im Kulturhaus Karlshorst verliehen

Der Frauenpreis wird seit 2017 verliehen. Er zeichnet das Engagement für die soziale Gesundheit und eine lebenswürdige Umwelt aus.

Ausgezeichnet: Annelies Roloff (l.) und Doris Nabrowsky

Ausgezeichnet: Annelies Roloff (l.) und Doris Nabrowsky

Foto: BA Lichtenberg

Berlin. In ihrer Praxis am Fennpfuhl kümmert sich Annelies Roloff Tag für Tag um viele ihrer knapp 4000 Patientinnen und Patienten - und das mit 82 Jahren. Zudem bietet die Ärztin als erste in ganz Deutschland eine praxisinterne Sozialberatung in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Soziale Gesundheit“ an. Denn viele ihrer Patientinnen und Patienten sind ältere Menschen, die sich mit ihren Sorgen und Ängsten zuerst an ihre Hausärztin wenden.

Doris Nabrowsky engagiert sich für ein Leben in einer gesunden Umwelt

Auch Doris Nabrowsky engagiert sich: für das Recht der Menschen auf ein Leben in einer gesunden Umwelt. Schon früh engagierte sie sich nachhaltig für Umwelt und Naturschutz in der DDR und war bis März 2018 im Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg als Fachbereichsleiterin Naturschutz und Landschaftsplanung tätig.

Ihr ehrenamtliches Bestreben, in der Nähe der Großsiedlungen Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf siedlungsnahe Grün- und Freiflächen zu entwickeln, ist wichtig, um auch für sozial benachteiligte Menschen, besonders Alleinerziehende, Migrantinnen und älteren Frauen, eine wohnortnahe lebenswürdige Umwelt zu schaffen. Auch in persönlicher Hinsicht ist Doris Nabrowsky ein Vorbild. Als transidenter Mensch hat sie ihr Schicksal öffentlich gemacht und lebt seit 2017 als Frau.

Ein Preis für die Gleichberechtigung

Beide Frauen wurden nun mit dem Lichtenberger Frauenpreis ausgezeichnet. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) gratulierte bei der Preisverleihung im Kulturhaus Karlshorst: „Ich danke beiden Preisträgerinnen ganz herzlich für Ihr Engagement – eine Ärztin, die sich seit so vielen Jahren im Bezirk für Kranke und das Lösen deren sozialer Probleme einsetzt und eine transidente Umweltaktivistin. Die beiden Damen zeigen einmal mehr wie vielfältig Lichtenberg ist.“

Der Frauenpreis ist mit 500 Euro dotiert

Der Frauenpreis ist eine Auszeichnung des Bezirksamtes Lichtenberg. Er wird seit 2017 jährlich zur Festveranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages an Frauen vergeben, die sich mit besonderem Engagement für die Emanzipation der Geschlechter und für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzen.

Der Preis, eine von der Künstlerin Miriam Sachs konzipierte gläserne Skulptur, ist mit 500 Euro dotiert. Vorschläge können bei der Gleichstellungsbeauftragten im Bezirksamt eingereicht werden. Eine Jury entscheidet über die Preisvergabe.

Mehr Nachrichten aus dem Bezirk Lichtenberg lesen Sie hier.