Das interreligiöse Dialogprojekt „House of One“ muss einen Rückschlag hinnehmen: Die Unternehmerin Catherine von Fürstenberg-Dussmann zieht sich als Botschafterin und Spenderin zurück. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Dussmann-Gruppe, zu der das Kulturkaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße gehört, kritisierte den muslimischen Projektpartner „Forum für interkulturellen Dialog“. Er wird der umstrittenen Gülen-Bewegung zugerechnet.
Der Verein werde von anderen muslimischen Verbänden und Moscheevereinen als Projektpartner abgelehnt. Dies habe unter muslimischen Gemeinden zu Spannungen geführt. „Ich kann kein Projekt unterstützen, das anstelle Verständigung und Dialog zwischen und innerhalb der Religionen zu fördern neue Konflikte erzeugt“, sagte Dussmann. Die Beteiligung der auf muslimischer Seite umstrittenen Gülen-Bewegung sei „zu wenig, um islamische Gläubige in Deutschland insgesamt anzusprechen“.



