Es geschieht nicht oft, dass Rosenthal – die Heimat von nicht einmal 10.000 Menschen in Berlins größtem Bezirk – Aufsehen erregt. Oder dass der kleinen Ortsteil von sich sagen kann, hier geschehe etwas mit Pioniercharakter. Bei der Regionalkonferenz am Mittwochabend war genau das der Fall.
Drei Stunden lang verkehrten sich die bezirkspolitischen Gepflogenheiten ins Gegenteil. Anstatt den Menschen zu erklären, wie ihre Zukunft aussehen wird, hörten Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) und die Stadträte einfach nur zu. Es ging nicht darum, etwas mitzuteilen. Es ging Empfänglichkeit. Wo liegen die Chancen und Probleme in Sachen Stadtentwicklung, Kultur, Familie, Verkehr oder Wirtschaft? Rosenthaler schrieben es auf Karteikarten. Und sagten es den Entscheidern im Zwiegespräch.



