Noch einmal haben die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre Streikbereitschaft demonstriert. Rund 16.000 Angestellte beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben am Mittwoch am Warnstreik, 6000 mehr als am Vortag. Hatten am ersten Streiktag bereits mehr als 10.000 Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter der Jugendämter die Arbeit niedergelegt, kamen am Mittwoch Beschäftigte der Polizei sowie der Bezirksämter und Senatsverwaltungen hinzu. Neben Kitas und Schulen blieben damit auch Ämter geschlossen oder konnten nur eingeschränkt arbeiten.

Viele der Streikenden beteiligten sich auch an der Demonstration, die vom Potsdamer Platz zum Alexanderplatz zog, wo es eine Kundgebung gab. Auf dieser machten die Gewerkschaften deutlich, dass der zweitägige Ausstand möglicherweise nicht der letzte Schritt war, um in den Tarifverhandlungen den Druck zu erhöhen. „Sollte die am Donnerstag beginnende Tarifrunde wiederum ergebnislos verlaufen, sind wir auch bereit, die Streiks auszudehnen“, sagte die Vize-Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft Verdi für Berlin und Brandenburg, Andrea Kühnemann.

fd/dpa