Kleine Anfrage

Kripobeamte werden häufiger befördert

Obwohl es weniger Kripobeamte gibt, werden sie im Vergleich häufiger befördert. Das sollen Zahlen belegen.

Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei.

Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei.

Foto: Monika Skolimowska/dpa

Beamte der Kriminalpolizei werden häufiger befördert als ihre Kollegen von der Schutzpolizei. Das geht aus Zahlen in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des innenpolitischen Sprechers der FDP im Abgeordnetenhaus, Marcel Luthe, hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt.

In Berlin gibt es in den verschiedenen Direktionen, dem Landeskriminalamt, der Zentralen Serviceeinheit der Polizei und der Behördenleitung 13.600 Schutzpolizisten und 3020 Kriminalpolizisten. Das entspricht einem Verhältnis von 18 Prozent Kriminalpolizei zu Schutzpolizei. Wenn man nun die Besoldungsstufen A10 bis A13S nebeneinander legt, dann wurden von den Jahren 2014 bis 2017 im Verhältnis mehr Kriminalpolizisten als Schutzpolizisten befördert. Einzig im Jahr 2018 drehte sich das Verhältnis um.

Laut Luthe wurden im Jahr 2014 zehn Prozent zu viel Kriminalpolizisten befördert. 2017 waren es noch mehr als sechs Prozent zuviel. Allein 2018 stimmt das Verhältnis wieder. Für Luthe nicht hinnehmbar: „Neben einer teils verfassungswidrig niedrigen Besoldung warten viele engagierte Beamte deutlich zu lange auf eine verdiente Beförderung.“

Laut Bund der Kriminalbeamten (BdK) ist der Vergleich allerdings schief. Denn man könne nur Gruppen miteinander vergleichen, wenn man bei der Schutzpolizei die Zahl der Beamten mit Hochschulabschluss kenne, der bei der Kriminalpolizei zwingend sei. „Uns liegen dazu aber leider keine Zahlen vor“, sagte der BdK-Landesvorsitzende Daniel Kretzschmar auf Nachfrage.