Wohnungbaugesellschaften

So viele Wohnungen kaufte Berlin in den letzten zehn Jahren

In Berlin werden derzeit wieder verstärkt Wohnungen rekommunalisiert. Nun liegen neue Zahlen aus den vergangenen zehn Jahren vor.

Blick über Berlin (Archivbild).

Blick über Berlin (Archivbild).

Foto: pa

Berlin. Der Vorstoß des Berliner Senats zur Rekommunalisierung von Beständen der Deutschen Wohnen hat zuletzt für heftige Debatten gesorgt. Ein Rückkauf von 65.000 Wohnungen, die das Land Berlin in Zeiten akuter Geldnot billig abgestoßen hat, ist nun durchaus möglich geworden.

Dabei wird manchmal vergessen, dass die sechs städtischen Wohnungbaugesellschaften (Degewo, Gesobau, Gewobag, Howoge, WBM, Stadt und Land) bereits in den vergangenen Jahren Wohnhäuser und Wohnungen erworben haben. Wie viele genau, das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf eine schriftliche Anfrage des FDP-Abgeordneten Stefan Förster hervor.

Demnach haben die Gesellschaften in den vergangenen Jahren im Rahmen des normalen Marktgeschehens (ohne die Ausübung von Vorkaufsrechten) insgesamt 1456 Wohnhäuser mit 40.723 Wohnungen erworben. Dazu kommen 69 unbebaute Grundstücke unterschiedlicher Größe.

Die meisten Wohnungen erwarb die Howoge (13.756), gefolgt von der Gewobag (10.012), der Degewo (6222) und Stadt und Land (4895). Über die Kosten der Ankäufe schweigt sich die Senatsverwaltung aus. „Derartige Informationen unterliegen dem Geschäftsgeheimnis, weil eine öffentliche Bekanntmachung die Verhandlungspositionen der städtischen Wohnungsunternehmen schwächen kann“, heißt es in der Antwort der Senatsverwaltung.

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