Agrarwende

„Wir haben es satt“-Demo in Berlin: So bunt ist der Protest

Tausende Menschen wollen für eine Agrarwende auf die Straße gehen. Der Protest ist bunt und teilweise sehr kreativ.

"Wir haben es satt" in Berlin: Teilnehmer der Demo liegen in Insektenkostümen am Boden.

"Wir haben es satt" in Berlin: Teilnehmer der Demo liegen in Insektenkostümen am Boden.

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Berlin. In Berlin haben sich bis Mittag mehrere Tausend Menschen am Brandenburger Tor versammelt, um für klimafreundliche Landwirtschaft und gesundes Essen zu demonstrieren. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“ hatten Landwirte sowie Tier- und Umweltschützer anlässlich der Messe Grüne Woche zu einer Demonstration durch Mitte aufgerufen. Auf ihrem Weg lagen die Agrarministerkonferenz und das Regierungsviertel. Die Polizei rechnete mit 12.000 Teilnehmern.

Schon am Morgen hatten sich laut Angaben der Veranstalter Bauern aus ganz Deutschland an einer Trecker-Demo zum Brandenburger Tor beteiligt. Auf drei Routen waren die Landwirte von Brandenburg aus in die Stadt gefahren. An der Agrarministerkonferenz im Außenministerium übergaben sie eine Protestnote. Darin stand, dass „bäuerliche Arbeit auf den Äckern und Feldern und in den Ställen etwas sehr Wertvolles und vor allem Schützenswertes“ ist.

Insgesamt zählten die Veranstalter rund 170 Traktore - so viele wie noch nie, wie Sprecher Christian Rollmann sagte. Allein 50 davon seien aus Niedersachsen gekommen. Einzelne Teilnehmer aus Hessen und Bayern hätten sich schon am Donnerstag auf den Weg gemacht. „Die erneut gestiegene Zahl der Traktorfahrerinnen und –fahrer zeigt, wie sehr die Wetterextreme und aktuelle EU-Agrarreform die Bäuerinnen und Bauern bewegt“, erklärte Rollmann.

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