Inklusion

Lebenshilfe beruft Menschen mit Down-Syndrom in Vorstand

Sebastian Urbanski (40) gehört jetzt zu einem 15-köpfigen Gremium der Bundesvereinigung Lebenshilfe in Berlin.

Sebastian Urbanski ist auch als Schauspieler bekannt.

Sebastian Urbanski ist auch als Schauspieler bekannt.

Foto: Privat

Berlin. Nach über 60 Jahren hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe das erste Mal einen Menschen mit Down-Syndrom in den Bundesvorstand berufen. Sebastian Urbanski (40) gehört jetzt zu einem 15-köpfigen Gremium in Berlin und rückt dort für Peter Stabenow aus Bad Dürkheim nach, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte.

„Wir sind sehr stolz darauf, ihn in unseren Reihen zu haben. Als Selbstvertreter wird er eine glaubhafte und starke Stimme für Menschen mit Behinderung sein,“ sagt Ulla Schmidt (SPD), die Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Sebastian Urbanski will sich dafür einsetzen, dass Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Deutschland weiter vorankommen. Außerdem begrüßt er die Debatte, die der Bundestag bald über vorgeburtliche Bluttests führen möchte.

„Das führt dazu, dass Menschen wie ich kaum noch geboren werden“, sagt Urbanski. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. setzt sich seit 1958 als Selbsthilfevereinigung, Eltern- und Fachverband für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein.