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Streik in Tegel und Schönefeld: Erste Flüge gestrichen

Verdi hat das Sicherheitspersonal für Montagmorgen zu Warnstreiks aufgerufen. Passagiere sollen sich bei den Airlines informieren.

Wartende Fluggäste in Tegel

Wartende Fluggäste in Tegel

Foto: Florian Schuh / dpa

Berlin. Flugreisende müssen sich Montagmorgen auf erhebliche Einschränkungen und Flugausfälle an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die rund 3000 Beschäftigten des Sicherheitspersonals beider Flughäfen zu einem bis zu vierstündigen Warnstreik auf. Die Aktion ist am Montagmorgen zwischen 5 Uhr und 8.45 Uhr angesetzt. Doch auch im Anschluss müssen die Passagiere mit Verzögerungen rechnen.

Fest steht: Am Flughafen Schönefeld wurden bereits die ersten Flüge nach Basel, Krakau, Budapest und Billund gestrichen. Weitere Fluggesellschaften haben die für den frühen Montagmorgen geplanten Abflüge auf den Vormittag oder Nachmittag verschoben. In Tegel muss Lufthansa am Montagmorgen acht Verbindungen ausfallen lassen. Betroffen seien jeweils vier Flüge zwischen Berlin-Tegel und Frankfurt sowie Berlin-Tegel und München, teilte die Airline am Sonntag mit. Die 850 betroffenen Passagiere könnten ihre Tickets nun zur Fahrt mit der Bahn einsetzen, hieß es. Denn die Fluggäste dürften „in dieser Zeit voraussichtlich keine Möglichkeit haben, ihre gebuchten Flüge zu erreichen“. Lufthansa betonte, Kunden könnten sich unter lh.com über den Flugstatus erkundigen. „Passagiere, die ihre Daten online hinterlegt haben, werden aktiv informiert.“

Grund für den Warnstreik sind die bislang ergebnislosen bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und Verdi. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns bei Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro - bislang erhält ein Beschäftigter 17,12 Euro pro Stunde. Die BDLS hatte laut Verdi eine Entgelderhöhung von lediglich 1,8 auf 2 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit angeboten. Am 23. Januar sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Informationen auf der Website der Berliner Flughäfen oder unter Tel. 030 6091 1150.

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