Feuerwerk

Feinstaubbelastung war Silvester in Berlin am höchsten

Bundesweit war die Luft in Berlin am höchsten mit Feinstaub belastet. Dafür ist die Müllmenge gesunken.

Foto: pa

Berlin. Bei den Feiern zum Jahreswechsel haben vor allem die Berliner viel Feinstaub in der Luft verkraften müssen. Eine Stunde nach Mitternacht an Neujahr wurden an einer Station in Berlin-Friedrichshain 853 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, wie Ute Dauert vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau am Mittwoch sagte. Höhere Werte gab es nirgends in Deutschland. Zum Vergleich: Der Tagesmittelwert für die Station Friedrichshain-Frankfurter Allee betrug am 30.12. gerade einmal 11 Mikrogramm pro Kubikmeter, am 31.12. waren es 44 Mikrogramm und am 1. Januar 67 Mikrogramm.

Eine hohe Belastung wurde auch im baden-württembergischen Reutlingen (805 Mikrogramm pro Kubikmeter) und im sächsischen Leipzig (781 Mikrogramm pro Kubikmeter) gemessen.

Insgesamt war die Luft bundesweit den Angaben zufolge aber weniger belastet als in den vergangenen beiden Jahren. So habe unter anderem vielerorts kräftiger Wind die Feinstaubkonzentration schnell gesenkt. Sie ist am ersten Tag jedes neuen Jahres laut Bundesamt oft so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.

Dafür ist die Menge an Silvestermüll gesunken, wie die BSR auf Twitter mitteilte. Am 1.1.2018 habe man noch rund 450 Kubikmeter eingesammelt. Am 2019 waren es rund 350 Kubikmeter. Besonders erfreulich sei, dass die Feiernden weniger Glasflaschen und Feuerwerksbatterien auf den Fahrbahnen stehen gelassen hätten.

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