Silvester

191 Tonnen Silvestermüll - allein in deutschen Großstädten

Feuerwerkskörper verursachen gefährlichen Müll. Ihre Beseitigung ist aufwändig. Darauf sollten Böller- und Raketen-Fans achten.

Der Rest vom Fest: Silvestermüll auf der Straße (Archivbild).

Der Rest vom Fest: Silvestermüll auf der Straße (Archivbild).

Foto: imago stock&people / imago/Rüdiger Wölk

Berlin. Das Jahresende naht - und damit auch das Silvesterfeuerwerk. In vielen deutschen Städten und Regionen wird der Silvester mit Feuerwerkskörpern, Böllern und Mehrschussbatterien gefeiert. Diese bleiben nach dem Abfeuern meist auf Straßen und Gehwegen liegen.

Allein in den fünf größten deutschen Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main) entfernen die kommunalen Abfallentsorger am Neujahrstag rund 191 Tonnen Silvesterabfall. Am 1. Januar sind in diesen Städten über 1100 Mitarbeiter für die Neujahrsreinigung im Einsatz, um Straßen und Gehwege von dem Abfall zu befreien. Diese Zahlen nennt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in einer Mitteilung von Donnerstag.

Soweit die kommunale Straßenreinigungssatzung dazu verpflichtet, gilt: Wer an Silvester Feuerwerkskörper auf öffentlichen Plätzen und Straßen abfeuert, hat grundsätzlich seinen hierdurch entstehenden Abfall selbst zu entsorgen und alle Verunreinigungen zu entfernen, die die Hygiene und das Stadtbild nicht unerheblich beeinträchtigen, so der VKU.

Vor der Entsorgung ist es wichtig darauf zu achten, dass die Feuerwerkskörper nicht mehr brennen, heiß oder warm sind, sodass sich der Abfall in der Tonne nicht entzündet. Feuerwerkskörper dürfen erst entsorgt werden, wenn keine Glut mehr vorhanden ist und sie vollständig ausgekühlt sind.

Böller müssen im Restmüll entsorgt werden

Abgebrannte Feuerwerkskörper, Mehrschussbatterien und Böller müssen im Restmüll entsorgt werden. Auch Pappröhren, die in Feuerwerkskörpern verarbeitet wurden oder gezündete Mehrschussbatterien aus Pappe gehören zwingend in die graue Tonne. Nach dem Abfeuern sind diese mit chemischen Rückständen verschmutzt und können nicht mehr über das Altpapier verwertet werden. Plastikverpackungen müssen über die gelbe Tonne entsorgt werden, Verpackungen aus Pappe gehören ins Altpapier. Glasflaschen ohne Pfand sollten nach Farbe sortiert über die jeweiligen Glascontainer beseitigt werden.

Laut Umweltbundesamt werden zum Jahreswechsel rund 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspricht ca. 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Feinstaub, der in die Atemwege gelangt, gefährdet die Gesundheit. Hinzukommt, dass abgebrannte Feuerwerkskörper diverse Chemikalien enthalten. Diese können durch Regen- und Schmelzwasser weggespült werden und dadurch Boden und Gewässer verschmutzen, weswegen eine frühzeitige Vermeidung durch die richtige Entsorgung wichtig ist. Nicht zuletzt besteht durch den Einsatz von Feuerwerkskörpern hohe Verletzungsgefahr.