Gerichtsurteil

Frauen im Vorbeiradeln sexuell belästigt - 4500 Euro Strafe

Ein Radfahrer hat in sieben Fällen Frauen beim Vorbeifahren sexuell belästigt. Zwei der betroffenen Frauen wurden wiederholt Opfer.

Symbolbild

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Foto: picture alliance / dpa Themendienst

Berlin. Ein Radfahrer ist für eine Serie von sexuellen Belästigungen zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt worden. Der 28-Jährige sei sieben Mal von hinten an Frauen herangeradelt und habe ihnen im Vorbeifahren auf den Po geschlagen, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch. Der Angeklagte wurde der sexuellen Belästigung sowie der Körperverletzung schuldig gesprochen. Der 28-Jährige hatte zuvor gestanden und um Entschuldigung gebeten.

Zu den Taten war es in der Zeit von Januar bis April 2017 in den Stadtteilen Hohenschönhausen und Prenzlauer Berg gekommen. "Er holte mit voller Wucht aus und schlug auf den Po", schilderte eine 22-jährige Geschädigte im Prozess. Sie sei damals mit ihren Kindern auf dem Weg zur Kita gewesen. "Ich war total geschockt." Eine 29-Jährige sagte, sie habe drei Tage unter Schmerzen gelitten. Zwei der vier betroffenen Frauen wurden wiederholt Opfer des Radfahrers.

Der vielfach vorbestrafte Angeklagte sagte, er habe damals wegen einer «schwierigen Trennung» viel Alkohol und Kokain konsumiert. Wie es zu den Übergriffen kam, könne er sich heute nicht mehr erklären. Zudem sei er arbeitslos gewesen. Er hoffe, dass er demnächst wieder in seinen früheren Job bei der Müllabfuhr zurückkehren könne.

Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Strafantrag gestellt.