Berlin

So verliefen die Demonstrationen in Berlin

Mehrere Tausend Menschen zogen am Sonnabend durch Mitte.

Umweltaktivisten protestieren in Berlin für den Kohleausstieg.

Umweltaktivisten protestieren in Berlin für den Kohleausstieg.

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Berlin.  Mehrere Tausend Menschen sind am Sonnabendnachmittag bei verschiedenen Demonstrationen im Berliner Stadtzentrum auf die Straße gegangen. Den größten Zulauf hatte eine Demonstration von Umweltschützern unter dem Motto „Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt“. Die Polizei sprach von mehr als 5000, der Veranstalter gar von 16.000 Teilnehmern. Sie versammelten sich am Mittag vor dem Kanzleramt und zogen über die Reinhardtstraße zur Friedrichstraße und von dort über die Dorotheenstraße und wieder zurück ins Regierungsviertel. Zwischenfälle habe es wie erwartet nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

Zeitgleich versammelten sich am Brandenburger Tor mehr als 1000 Menschen, zumeist Anhänger der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung, um gegen den UN-Migrationspakt zu protestieren. In Rufweite hatten sich etwa 300 Gegendemonstranten eingefunden. Die Stimmung war zeitweise aggressiv, dennoch blieb es laut Polizei friedlich. Wegen der Demonstrationszüge kam es vor allem in Mitte zu Verkehrsbehinderungen.

Einem bunten Themen-Strauß widmete sich eine Demonstration, die vom Alexanderplatz zum Spreewaldplatz in Kreuzberg führte. 900 Teilnehmer demonstrierten gegen Nationalismus, Polizeigesetze und das Verbot der kurdischen PKK. Der Aufzug war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet, nach Angaben einer Polizeisprecherin blieben Zwischenfälle zunächst aus. Daneben gab es noch mehrere kleinere Veranstaltungen in Mitte und Charlottenburg mit teils weniger als 100 Teilnehmern. Auch dort blieb es friedlich.

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