Feuerwehr

"Berlin brennt" will Feuerwehrtonne wieder anzünden

Ein Feuerwehrmann in Berlin (Archivbild).

Ein Feuerwehrmann in Berlin (Archivbild).

Foto: pa

Mit der Aktion will der Verein erneut auf die aus seiner Sicht katastrophale Ausstattung der Berliner Feuerwehr aufmerksam machen.

Berlin.  Der Verein „BerlinBrennt e. V.“ will an diesem Freitag erneut vor dem Roten Rathaus eine Tonne mit einem Feuer entzünden. „Die Berliner Feuerwehr hat immer noch viel zu wenig Personal für immer mehr werdende Einsätze“, heißt es in einer vom Verein verbreiteten Mitteilung. Löschfahrzeuge seien nur noch halb besetzt. Drehleitern würden gar nicht mehr fest belegt. Der Verein, der eine Abspaltung des ersten Bündnisses von „Berlin brennt“ ist, will die Feuertonne nun jeden Freitag von 16 bis 22 Uhr vor dem Roten Rathaus entzünden, um auf die noch immer schlechten Arbeitsbedingungen bei der Berliner Feuerwehr aufmerksam zu machen.

Von März bis April brannte dort schon einmal eine Tonne. Diese wurde aber gelöscht, nachdem Gewerkschaften und Innenverwaltung Ende April eine Vereinbarung geschlossen hatten. Die Innenverwaltung sicherte zusätzliche Stellen und bessere Ausrüstung zu. Vieles wurde bereits beschlossen und auf den Weg gebracht. Innensenator An¬dreas Geisel (SPD) sagte aber, dass die Veränderungen Zeit brauchen. Doch die haben einige Feuerwehrleute offenbar nicht mehr und wollen nun wieder protestieren.

Die Kälte in Berlin hat unterdessen die Feuerwache in Prenzlauer Berg lahmgelegt: Nach dem Ausfall der Heizungsanlage wird die Dienststelle in der Oderberger Straße für einige Tage nicht nutzbar sein. Nach Angaben eines Sprechers werden 14 Kollegen auf umliegende Wachen etwa in Wedding oder Weißensee verlagert. Das betreffe auch die Fahrzeuge. Der Sprecher betonte, dass weiterhin im gesamten Stadtgebiet alle Einsätze abgedeckt werden könnten. Was der Grund für den Ausfall ist und wie lange die Schließung dauert, war zunächst unklar. Die Feuerwache hat eine lange Historie – sie wurde bereits 1883 in Betrieb genommen.

( ad/dpa )