Kampf gegen Terroristen

Berliner Polizei bekommt neues Panzerfahrzeug

Das millionenteure Panzerfahrzeug trägt den Namen Survivor. Es wurde für Einsätze gegen schwer bewaffnete Terroristen angeschafft.

Die Berliner Polizei verfügt jetzt über ein neues und millionenteures Panzerfahrzeug mit dem Namen Survivor.

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Berlin. Allein die Daten des neuen Spezialfahrzeuges der Berliner Polizei sind beeindruckend. Der Survivor R der Firma Rheinmetall wiegt 17 Tonnen, hat 340 PS unter der Haube und wird mit Allrad angetrieben. Kostenpunkt: eine Million Euro. „Mit diesem Fahrzeug können wir schützen, retten und bergen“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Mittwochnachmittag bei der Vorstellung des Boliden auf dem Gelände der Polizei in Ruhleben.

Nach der sächsischen Polizei ist Berlin damit die zweite Behörde, die das Fahrzeug von Rheinmetall angeschafft hat. Brandenburg besitzt einen ähnlichen, aber kleineren Wagen eines anderen Herstellers. Das Spezialfahrzeug der Berliner ist mit High-Tech-Ausrüstung ausgestattet und wurde besonders für Einsätze gegen schwer bewaffnete Terroristen angeschafft. Es ist gegen Schüsse aus Schnellfeuerwaffen besonders dick gepanzert, zum Teil vergittert und hat geschützte Reifen.

Außerdem sind rund um das Fahrzeug Kameras angebracht, ebenso eine Selbstreinigungsanlage. Zur Ausrüstung gehören auch Suchscheinwerfer, eine Seilwinde und Räumschilder. Im Gegensatz zur sächsischen Polizei hat die Berliner Variante aber keinen Schützenturm, sondern eine Lautsprecheranlage. Die Polizeipräsidentin betonte, dass man bewusst auf den defensiven Charakter des Fahrzeuges gesetzt habe. Zum Einsatz kommen soll der Survivor etwa bei Geisel­lagen, Terroranschlägen oder auch bei Chemieunfällen.

In dem Wagen haben bis zu zehn Polizisten Platz. Der Innenraum ist hermetisch abgeriegelt, ABC-sicher und bietet damit Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren. Der Panzerwagen gehört zu dem großen Paket von neuen Waffen und neuer Technik für die Berliner Polizei, das nach den islamistischen Terroranschlägen 2015 in Frankreich und im Dezember 2016 in Berlin beschlossen wurde.

Gekauft oder bestellt wurden für mehr als 40 Millionen Euro neue Dienstpistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Schutzwesten, Helme, Computertablets, moderne Funkausrüstungen und Autos.

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+++ Berlin-Podcast +++ Diese Woche bei „Molle und Korn“: Ein Besuch an der Berliner Kult-Raststätte an der Avus – natürlich mit dem Auto. Auf der Hinfahrt diskutiert im „Verkehrsspezial“: Gefährliche Radwege, Abbiege-Assistenten, Beifahrer-Pflichten und Erinnerungen an das erste Auto.

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