Neue Studie

Berliner haben die schlechteste Laune

Hauptstädter gehören laut Studie zu den Unzufriedenen der Republik – Nordlichter sind am glücklichsten.

Die Hauptstädter sind am unzufriedensten

Die Hauptstädter sind am unzufriedensten

Foto: Reto Klar

Berlin.  Berlin schneidet auch im diesjährigen Glücksatlas unterdurchschnittlich ab. In dem am Donnerstag von der Deutschen Post veröffentlichten Vergleich von 19 deutschen Regionen belegt die Hauptstadt den 16. Platz. Berlin erreicht mit 6,94 von zehn Punkten den Vorjahreswert, rutscht im bundesweiten Vergleich aber einen Platz nach hinten.

Als Grundlage der Studie dienten mehrere Kriterien: Bemerkenswert sei, dass in der Hauptstadt unterdurchschnittliches Einkommen auf überdurchschnittlich hohe Mieten träfe, heißt es in dem Bericht. Die Kaltmiete entspräche im Schnitt 20,2 Prozent des Einkommens, der höchste Wert deutschlandweit. Auch beim Thema Arbeitslosigkeit ist Berlin mit neun Prozent trauriger Spitzenreiter. Den niedrigsten Wert erreicht die Metropole beim Thema Partnerschaft. 60,8 Prozent der Berliner sind verheiratet oder in einer Partnerschaft.

Die zufriedensten Menschen leben laut Index auch dieses Jahr in Schleswig-Holstein. Das nördlichste Bundesland führt seit 2013 das Ranking an und bringt es auf 7,44 Punkte. Das Schlusslicht auf Platz 19 bildet Brandenburg mit 6,84 Punkten.

Der Glücksatlas wurde von dem Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen im Auftrag der Deutschen Post erstellt und wird seit 2011 jährlich veröffentlicht. Maßgeblicher Faktor für die Lebenszufriedenheit sei die eigene wirtschaftliche Lage, sagte Raffelhüschen. Er sprach von den „reichsten und zufriedensten Deutschen, die jemals in diesem Land gelebt haben“ und kommt schließlich zu dem Schluss „Geld macht glücklich“

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