Online-Börse

Berliner Wohnungsunternehmen starten Tauschbörse

Mieter der landeseigenen Wohnungsgesellschaften können nun ihre Wohnungen tauschen. Die entsprechende Online-Börse ist gestartet.

Die Tauschbörse für Wohnungen ist gestartet (Archivbild)

Die Tauschbörse für Wohnungen ist gestartet (Archivbild)

Foto: pa

Berlin. Mieter der landeseigenen Wohnungsgesellschaften in Berlin können nun über eine Tauschbörse eine andere Wohnung finden. Die Idee: Wenn zum Beispiel eine Familie Nachwuchs bekommt und eine größere Wohnung braucht, kann sie über das Online-Portal einen Tauschpartner suchen, der mittlerweile weniger Platz benötigt.

"Das Besondere daran: Die jeweiligen Nettokaltmieten beider Wohnungen bleiben unverändert", teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Montag mit. Damit soll vermieden werden, dass Menschen nicht mehr umziehen, weil sie höhere Mieten befürchten.

Die Plattform www.inberlinwohnen.de können Bestandsmieter der sechs Gesellschaften Degewo, Gesobau, Gewobag, Howoge, Stadt und Land sowie WBM nutzen. Bisher war der Tausch nur innerhalb einer Gesellschaft möglich, nun geht das über die Grenzen der sechs Unternehmen hinweg.

Laut Senatsverwaltung können rund 600.000 Mieter das Angebot nutzen. Die Partner behalten bei einem Tausch nicht ihren bisherigen Quadratmeterpreis, übernehmen aber den Quadratmeterpreis des anderen Mieters, ohne dass ein Zuschlag erhoben wird.

Der Berliner Mieterverein hält das Portal für eine gute Idee, warnt aber vor zu großen Erwartungen. Durch Verzicht auf einen neuen Vertrag und eine entsprechende Mieterhöhung werde eine Hemmschwelle abgebaut, sagte Geschäftsführer Reiner Wild. Das Angebot sei aber auf die städtischen Unternehmen beschränkt. Hinzu komme, dass viele Menschen nach Jahren nicht mehr umziehen wollten.

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