Großfamilien-Streit

Polizei warnt arabischen Clanchef Arafat A.-C. vor Anschlag

Auf einem Diensthandy der Polizei seien anonyme SMS eingegangen, in denen es heißt, dass Arafat A.-C. getötet werden soll.

Kriminaltechniker sichern an der Puderstraße Beweismittel

Kriminaltechniker sichern an der Puderstraße Beweismittel

Foto: BM

Berlin. Die Auseinandersetzung zweier bekannter arabischstämmiger Großfamilien geht in eine neue Runde. Offenbar hat Clanchef Arafat A.-C. in den sozialen Netzwerken auf seiner Seite bei Insta­gram Ermittlungsunterlagen des Landeskriminalamtes (LKA) veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass er, Arafat A.-C., im Juni von Beamten des LKA zu Hause besucht wurde. Der Eintrag bei Instagram wurde offenbar mittlerweile wieder gelöscht.

Grund dafür war „ein Gefährdungssachverhalt zum Nachteil des Arafat A.-C.“, ist in dem Behördenpapier zu lesen. Auf einem Diensthandy der Polizei seien anonyme SMS eingegangen, in denen es heißt, dass A. getötet werden soll. Der Schütze soll derselbe Mann sein, der auch in der Nacht vom 18. zum 19. Juni auf den Imbiss „Papa Ari“ von Arafat A.-C. 15 Schüsse abgefeuert haben soll. Der in der Türkei geborene Ferhat Y. soll auf das Lokal des Clanchefs an der Puderstraße in Plänterwald geschossen haben. Abschließend heißt es in dem von Arafat A.-C. veröffentlichten LKA-Bericht: Arafat hatte die Vermutung, man wolle ihn einschüchtern, damit er von den Rechten von Bushidos Musik zurücktrete und der Teilung des Grundstückes in Kleinmachnow zustimme.

Arafat A.-C. sowie der Rapper Bushido hatten sich im Frühjahr dieses Jahres geschäftlich getrennt. Der Musiker hat einen neuen Manager. Nicht offiziell, aber in Ermittlerkreisen heißt es, in den Umständen der Trennung liege eines von mehreren Motiven für die Schüsse auf die Hausfassade. Für die Veröffentlichung der LKA-Unterlagen wird sich Arafat A.-C. wohl verantworten müssen. „Das Veröffentlichen derartiger Dokumente ist strafbar“, sagte ein Polizeisprecher. „Das Landeskriminalamt ist an der Sache dran.“

Polizei bittet nach Schüssen am Britzer Damm um Mithilfe

In der Nacht vom 2. zum 3. September gaben Unbekannte aus einem Auto heraus Schüsse auf eine Bar am Britzer Damm ab. Dabei wurden zwei Männer schwer verletzt. Auf der Flucht in einem SUV mussten mehrere Autos am Tempelhofer Weg ausweichen. Die Ermittler fragen: Wer sind die Fahrer der Pkw, die ausweichen mussten? Wer kann Angaben zu dem SUV machen? Wer kann das dem SUV mit hoher Geschwindigkeit vorausfahrende Auto beschreiben? Wer hat eine Schussabgabe mitbekommen? Wer hat auffällige Feststellungen in diesem Zusammenhang gemacht?

Hinweise bitte an die 5. Mordkommission unter 4664-911 555 oder per Mail an lka115@polizei.berlin.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

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