Brandenburg

Nazi-Onlineshop: Ermittlungen gegen mutmaßlichen Betreiber

In dem Onlineshop werden Nazi-Devotionalien mit verfassungsfeindlichen Symbolen vertrieben. Die Spur führt nach Brandenburg.

Eine Dose "Zyklon B", hier zu sehen in einer Ausstellung über das Konzentrationslager Auschwitz. In Dosen mit "Zyklon B"-Etikett werden in dem Nazi-Shop Erdnüsse vertrieben (Archivbild)

Eine Dose "Zyklon B", hier zu sehen in einer Ausstellung über das Konzentrationslager Auschwitz. In Dosen mit "Zyklon B"-Etikett werden in dem Nazi-Shop Erdnüsse vertrieben (Archivbild)

Foto: picture-alliance/ ZB / picture-alliance/ ZB/dpa-Zentralbild

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen einen Mann aus der Uckermark, der über einen Onlineshop Produkte mit zynischer Nazi-Symbolik vertreiben soll. „Wir ermitteln gegen den Mann wegen Volksverhetzung und anderer Delikte“, bestätigte Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer am Donnerstag. Zuerst hatte der RBB berichtet. In dem Onlineshop seien etwa Erdnüsse in Dosen mit dem Aufdruck „Zyklon B - Giftgas“ vertrieben worden, sagte Schiermeyer. Weitere Einzelheiten wollte er wegen der Ermittlungen nicht nennen. Das Giftgas "Zyklon B" wurde zur Zeit des Nationalsozialismus zum Massenmord an Insassen von Konzentrationslagern eingesetzt.

In dem Shop werden auch „SS“-Bettbezüge angeboten, beworben mit dem Spruch „Träumen vom Reich“, ebenso ein „Reichs-Schwibbogen“, Luftballons und Girlanden mit Hakenkreuzen, Hitler-Porträts und Holzstühle für Kinder mit eingearbeitetem Reichsadler.

„Wir konnten den Betreiber zum einen durch eine Bankverbindung im Baltikum und zum anderen über die von ihm in Anspruch genommenen Postdienstleister identifizieren“, zitiert der RBB Staatsanwalt Lehmann. „Er verschickt die Ware von Spanien nach Deutschland an diese Postdienstleister, die sie dann an die Endkunden weiterverteilen.“

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.