Bauplanungen

Hochhäuser am Checkpoint Charlie maximal 60 Meter hoch

Architekten hatten Ideen für die Gestaltung des ehemaligen Grenzübergangs eingereicht. Doch was daraus wird, ist völlig offen.

So stellen sich die Architekten von Graft den Checkpoint Charlie vor

So stellen sich die Architekten von Graft den Checkpoint Charlie vor

Foto: GRAFT Berlin

Berlin. Die künftige Gestaltung des Areals um den Checkpoint Charlie, einst bekanntester Grenzübergang durch die Berliner Mauer, ist weiter völlig offen. Das Gutachtergremium, dem Vertreter der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Kultur, der Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sowie des Immobilienentwicklers Trockland und weitere Experten angehörten, hat am Montag die von sieben Architekten eingereichten städtebaulichen Entwürfe beraten.

Doch statt einer Entscheidung, welcher Entwurf Grundlage für den Bebauungsplan sein soll, präsentierte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung lediglich Leitbilder, die beim Realisierungswettbewerb Beachtung finden sollen.

Gebäude sollen höchstens 60 Meter hoch werden

„Alle sieben Büros wussten, dass es um die Sammlung von Ideen ging“, erklärte Petra Rohland, Sprecherin der Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Diese Büros seien im Realisierungswettbewerb gesetzt, weitere sieben sollen dazukommen. Wesentliche „Diskussionsergebnisse aus dem Verfahren“ sollen nun bei der weiteren Bearbeitung von den Wettbewerbsteilnehmern beachtet werden.

So sollen die Gebäude sowohl auf der Ost- als auch der Westseite der Friedrichstraße maximal 60 Meter hoch werden. Zudem sollen beidseits Freiflächen vorgehalten werden, die den Blick auf die Brandwände der Mauerstraße 93 und der Zimmerstraße 79/80 ermöglichen. Die Überbauung der Friedrichstraße – als Hochpunkt oder Brücke – wird ausgeschlossen.

Architektonisch sollen die Gestaltungen der Gebäude „miteinander korrespondieren“. Der Ausstellungsort soll zudem „architektonisch skulptural und expressiv gestaltet werden“. Die Entwürfe sind noch bis 21. August in der Behörde, Württembergische Straße 6 in Wilmersdorf, Raum 001, ausgestellt.

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