Wohnen in Berlin

Preise für Wohnungen in Berlin steigen um 129 Prozent

Neue Untersuchung: Wer heute eine Wohnung in Berlin kaufen möchte, zahlt mehr als doppelt so viel wie vor zehn Jahren.

In Berlin haben sich die Kaufpreise laut Untersuchung innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt

In Berlin haben sich die Kaufpreise laut Untersuchung innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt

Foto: picture-alliance / ZB

Berlin. Ein Zehnjahresvergleich des Immobilienmarktes zeigt: Die Kaufpreise in Berlin sind deutlich gestiegen. Käufer in der Hauptstadt müssen für Eigentum aktuell 129 Prozent mehr zahlen als noch 2008.

Bei der von immowelt.de durchgeführten Marktanalyse wurden die Angebotspreise von Eigentumswohnungen und Häusern in den Jahren 2008 und 2018 der 14 größten Städte Deutschlands untersucht.

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Das Ergebnis: Berlin befindet sich mit 3710 Euro pro Quadratmeter im oberen Mittelfeld der jeweils ermittelten Städte. 2008 lag der Kaufpreis noch bei 1620 Euro und hat sich demnach seitdem mehr als verdoppelt. Als Grund für den Anstieg werden der enorme Zuzug und die damit verbundene Nachfrage nach Wohnraum genannt.

Die teuerste Großstadt ist mit einem Anstieg von 141 Prozent und 7070 Euro pro Quadratmeter München. Auch in Hamburg mit 103 Prozent und in Stuttgart mit 100 Prozent sind die Preise um mehr als doppelt so viel wie vor zehn Jahren gestiegen.

Prozentualer Anstieg der Kaufpreise im Vergleich zu 2008:

  1. München – 141 Prozent
  2. Berlin – 129 Prozent
  3. Hamburg – 103 Prozent
  4. Stuttgart – 100 Prozent
  5. Frankfurt am Main – 98 Prozent
  6. Hannover – 92 Prozent
  7. Nürnberg – 83 Prozent
  8. Düsseldorf – 81 Prozent
  9. Dresden – 76 Prozent
  10. Leipzig – 74 Prozent
  11. Bremen – 72 Prozent
  12. Köln – 68 Prozent
  13. Dortmund – 22 Prozent
  14. Essen – 9 Prozent

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise sind laut Immowelt 226.000 inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils im 1. Halbjahr 2008 und 2018 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Berlin an der Spitze beim Preisanstieg für Wohnimmobilien von 2016 bis 2017

Ein ähnliches Ergebnis ergibt eine Datenerhebung des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), über die die Zeitschrift "Finanztest" berichtet. Demnach führt Berlin beim Anstieg der Immobilienpreise im Metropolen-Vergleich die Spitze an.

So waren Ende 2017 Eigentumswohnungen in der Hauptstadt um 15,6 Prozent teurer als im Jahr zuvor. Platz zwei belegt Frankfurt am Main mit 12,5 Prozent, gefolgt von Hamburg (11,4 Prozent), Stuttgart (11,3 Prozent) und Köln (10,8 Prozent). Die Daten basieren ausschließlich auf abgeschlossenen Kaufverträgen.

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