Geld auch für Privatleute

Die Fördergelder für Lastenräder sind nach einem Tag weg

Antragsteller bekommen bis zu 500 Euro für ein Lastenrad ohne Motor und bis zu 1000 für ein Elektro-Lastenrad.

Tischler Henning Hempel fährt seit acht Jahren mit einem Lastenfahrrad durch Berlin. Der Senat fördert Lastenräder auch für Privatpersonen (Archivbild)

Tischler Henning Hempel fährt seit acht Jahren mit einem Lastenfahrrad durch Berlin. Der Senat fördert Lastenräder auch für Privatpersonen (Archivbild)

Foto: Daniel Schaler

Innerhalb eines Tages sind die ersten Fördergelder für Lastenräder in Berlin schon weg. „Bereits am ersten Tag wurden über 1000 Anträge eingereicht – mehr als bewilligt werden können“, teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Donnerstag mit. Das Land stellt in diesem Jahr 200 000 Euro zur Verfügung.

Davon entfallen 90 000 Euro auf Privatleute - die Summe ist schon aufgebraucht. Geprüft wird noch, wie viele der Anträge von Nutzergemeinschaften und Gewerbetreibenden kommen, die haben nämlich ein eigenes Kontingent. Dafür sind jeweils Fördersummen von 40 000 Euro und 70 000 Euro eingeplant.

Lastenräder können mit Boxen oder Ladeflächen viel transportieren. Der rot-rot-grüne Senat will mit der Prämie den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad fördern, um die Luft zu verbessern und Platz zu sparen. Wer zuerst kam, erhielt den Zuschlag.

Kommendes Jahr werden 500.000 Euro ausgeschüttet

Der Eingang der Anträge wird aber nicht minutengenau geprüft, sondern nach Datum. Daher entscheidet nun das Los zwischen den Anträgen vom Mittwoch. „Es haben auch diverse Leute den Antrag persönlich abgegeben“, sagte ein Sprecher. Über den Ansturm hatte zuvor der „rbb“ berichtet.

Antragsteller können ein Drittel des Kaufpreises erstattet bekommen, maximal aber 500 Euro für ein Lastenrad ohne Motor und 1000 Euro für ein Elektro-Modell. Die Hauptstadt fördert Transportfahrräder dieses Jahr mit 200.000 Euro und kommendes Jahr mit 500.000 Euro. Geprüft wird, ob die Summe für 2018 aufgestockt wird.

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