Berlin

Senat beschließt Millionenspritze für Gründerzentrum

Berlins Senat hat knapp 70 Millionen Euro Fördermittel für Wirtschaft und Tourismus bewilligt.

Wird gefördert: das Technologie- und Gründungszentrum „Fubic“

Wird gefördert: das Technologie- und Gründungszentrum „Fubic“

Foto: Fubic-eine-Grafik-von-Numrich-Albrecht-Klumpp

Der Senat hat fast 70 Millionen Euro Fördermittel für Wirtschafts-, Wissenschafts- und Tourismusprojekte bewilligt. Größter Einzelposten ist der Neubau eines Biotechnologie-Gründerzen­trums in Buch, bis 2022 fließen hier 43,4 Millionen Euro, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Mit zehn Millionen Euro soll ein Gewerbegelände an der Fabeckstraße in Dahlem weiter erschlossen werden. Dort entsteht der nach Adlershof größte Technologie- und Gründungscampus Berlins, das „Fubic“.

Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Bund und Länder wollen damit gleiche Lebensverhältnisse in allen Regionen Deutschlands herstellen. Pop bezeichnete das Programm als bedeutendstes Wirtschaftsförderinstrument in Berlin. Seit 1991 seien 7900 Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 14 Milliarden Euro unterstützt worden. Berlin schöpfte in den vergangen Jahren die Mittel aus und profitierte häufig davon, dass in anderen Bundesländern Geld liegen blieb und umverteilt wurde. Für die Jahre 2019 bis 2021 erwartet die Verwaltung Bundesmittel in Höhe von jeweils rund 64 Millionen Euro, sodass ein Förderrahmen von 128 Millionen Euro pro Jahr entsteht.

Auch die Freizeit- und Tourismus-Infrastruktur wird mithilfe des GRW-Fördertopfes ausgebaut. Für acht Millionen Euro sollen 69 Toilettenhäuschen an Berliner Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden. Drei Millionen Euro sind für Stelen mit Infos zu Sehenswürdigkeiten und deren Umgebung vorgesehen. Treptow-Köpenick bekommt 4,6 Millionen Euro für das Strandbad Müggelsee. Mit dem Geld werden unter anderem Technik und Außenanlagen erneuert.

Der Biotechnologiepark auf dem Campus Berlin-Buch gehöre mit dem Gründerzentrum zu Europas größten Einrichtungen dieser Art, betonte Pop. „Der Zukunftsort Berlin-Buch ist ein national und international renommiertes Kompetenzzentrum für Gesundheit und Wissenschaft.“ Betreiberin ist die BBB Management GmbH. Seit Kurzem ist das Land Berlin mit 50,1 Prozent Mehrheitseigentümer – nur so können GRW-Mittel ins Gründerzentrum fließen. Auch das „Fubic“ der Freien Universität Berlin soll ein Zukunftsort werden. Es ist Kern eines rund 50.000 Quadratmeter großen Innovationsparks auf dem Gelände des früheren US-Militärkrankenhauses. Es soll Platz für 60 bis 80 Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern bieten. 2017 wurden bereits knapp 44 Millionen Euro GRW-Fördermittel bewilligt.

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