Berlin

13 Straftaten pro Tag im Regenbogenkiez in Schöneberg

Der Regenbogenkiez gilt seit 2003 als kriminalitätsbelasteter Ort, in dem die Polizei etwa anlassunabhängig kontrollieren darf.

Blick auf die Eisenacher Straße im Regenbogenkiez in Schöneberg

Blick auf die Eisenacher Straße im Regenbogenkiez in Schöneberg

Foto: David Heerde

Die Kriminalität im Regenbogenkiez in Schöneberg ist weiter hoch. Das geht aus einer Antwort der Innenverwaltung auf eine kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Demnach registrierte die Polizei von Mai 2017 bis Mai 2018 im Schnitt 13 Straftaten pro Tag. So gab es beispielsweise 3860 Diebstähle, 284 Sachbeschädigungen, 122 Beleidigungen und 26 Sexualdelikte. Auch 21 Fälle von sogenannter Hasskriminalität erfasste die Polizei, darunter 14 Straftaten gegen die sexuelle Orientierung.

Der Regenbogenkiez gilt seit 2003 als kriminalitätsbelasteter Ort, in dem die Polizei etwa anlassunabhängig kontrollieren darf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Fläche rund um den Nollendorfplatz, Winterfeldtplatz, Viktoria-Luise-Platz und Wittenbergplatz. „Bei saisonal schwankenden Fallzahlen liegt die Kriminalitätsbelastung des Regenbogenkiezes weiter auf hohem Niveau“, heißt es als Einschätzung zur Lage vor Ort aus Behördenkreisen. Dabei spielten insbesondere Eigentumsdelikte, aber auch Raubdelikte und räuberische Erpressungen sowie Körperverletzungen zum Nachteil homosexueller Männer eine Rolle. Bei der Hasskriminalität sowie den Straftaten gegen die sexuelle Orientierung ist seit 2016 ein Anstieg der Fallzahlen festzustellen.

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