Debatte um 8. März

Berliner SPD-Politiker wollen Frauentag als Feiertag

Teile der Berliner SPD wollen den 8. März arbeitsfrei machen. Doch nicht alle in Berlin sind von der Idee begeistert.

Während des diesjährigen Weltfrauentags demonstrierten viele Frauen für ihre Rechte

Während des diesjährigen Weltfrauentags demonstrierten viele Frauen für ihre Rechte

Foto: dpa Picture-Alliance / Anik Rahman / picture alliance / NurPhoto

Berlin.  In die Debatte um einen zusätzlichen Feiertag in Berlin kommt Frauen-Power: Die stellvertretende SPD-Landeschefin Iris Spranger hat jetzt den 8. März vorgeschlagen, den Internationalen Frauentag. Mit Unterstützerinnen und Unterstützern hat die Abgeordnete eine Onlinepetition an den Berliner Senat gestartet – unter dem Titel „Frauentag zum Feiertag“ auf der Plattform „change.org“. Ob das dem Regierenden Bürgermeister bei der Entscheidungsfindung hilft? Michael Müller hat ja die Parole ausgegeben: „Die Frage ist nicht so sehr, ob wir einen Feiertag bekommen, sondern eher welchen.“

Die Hauptstadt liegt im Vergleich mit anderen Bundesländern bei Feiertagen im Rückstand. „100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland könnte Berlin ein starkes Zeichen setzen. Als erstes Bundesland in Deutschland!“, heißt es in dem Aufruf, den nicht nur Frauen, sondern auch Männer unterstützen wollen. Und: „Der 8. März ist ein Tag des Dankes – und gleichzeitig ein Tag der Mahnung.“

Bislang als zusätzlicher Berliner Feiertag diskutiert werden der 17. Juni, der Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR, der 8. Mai als Tag der Befreiung von der Nazi-Diktatur und der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag.

Doch nicht alle sind vom Frauentag als Feiertag begeistert. Die Unternehmerin Verena Pausder etwa meint: „Es geht nicht darum, die Frauen zu feiern. Wir wollen was erreichen. Das geht an einem Arbeitstag besser als an einem Feiertag.“

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