Lange Wartezeiten

Noch keine Besserung bei Kfz-Zulassung in Berlin in Sicht

Wer in Berlin sein Auto an- oder abmelden will, muss in der Regel lange warten. Nun sollen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden.

Bei der Kfz-Zulassung braucht der Berliner Geduld

Bei der Kfz-Zulassung braucht der Berliner Geduld

Foto: picture alliance

Berlin. Bei der An- und Abmeldung von Autos bei der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle brauchen die Berliner weiter viel Geduld. Zwar würden täglich auch kurzfristige Termine mit Wartezeiten von sieben Tagen über das Internet vergeben, teilte die Senatsinnenverwaltung in der Antwort auf eine Anfrage der CDU-Abgeordneten Adrian Grasse und Oliver Friederici mit. Diese seien aber immer schnell ausgebucht. Normal seien derzeit Wartezeiten von mindestens 26 bis 27 Arbeitstagen für Privatkunden sowie von 12 bis 13 Arbeitstagen für Händler.

Nach 33 Neueinstellungen 2017, der Besetzung offener Führungspositionen sowie die Aufarbeitung von Rückständen durch freiwilliger Samstagsarbeit sei es zwar gelungen, die Wartezeit der Händler von 12 auf 1 Arbeitstag und für Privatkunden von 19 auf 2 Arbeitstage zu verringern. Seit Februar sei die Zahl der Tage aber wieder angestiegen. Zur Begründung hieß es, dass saisonbedingt erheblich mehr Zulassungen beantragt wurden, es eine hohe Personalfluktuation und Abwesenheit wegen Krankheit oder Elternzeit gab und die Bearbeitung auf eine neue Software umgestellt wurde, für die die Mitarbeiter geschult werden mussten.

Jetzt sollen unter anderem weitere Mitarbeiter eingestellt und ein gesonderter Ausbildungsbereich für die Kfz-Zulassungsstelle eingerichtet werden. Mittelfristig sei auch eine externe Untersuchung der Behördenorganisation geplant. Im 1. Quartal 2019 ist im Rahmen eines bundesweiten Projektes die Umstellung auf Online-Anmeldungen geplant.

Mittelfristig strebe der Senat zwei bis drei Arbeitstage Bearbeitungszeit für Händler beziehungsweise Wartezeit auf einen Termin für Privatkunden an.

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