Flughafengesellschaft

Air-Berlin-Pleite versaut Berlins Flughäfen die Bilanz

Die Air-Berlin-Pleite hat sich auf das Wachstum der Flughäfen Tegel und Schönefeld ausgewirkt. Dennoch wurde der Verlust reduziert.

ARCHIV - Maschinen der in der Insolvenz befindlichen Fluglinie "Air Berlin" stehen am 18.08.2017 in Berlin auf dem Flughafen Tegel. (zu "Weitere Entwicklung bei Verhandlungen über Verkauf von Air Berlin" vom 24.08.2017) Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Maschinen der in der Insolvenz befindlichen Fluglinie "Air Berlin" stehen am 18.08.2017 in Berlin auf dem Flughafen Tegel. (zu "Weitere Entwicklung bei Verhandlungen über Verkauf von Air Berlin" vom 24.08.2017) Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Die Insolvenz von Air Berlin zeigt Auswirkungen auf die Bilanz der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB). So ist das Passagieraufkommen im vergangenen Jahr auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld nur gering um 1,2 Prozent gestiegen – von 32,9 Millionen auf 33,3 Millionen. Der Umsatzzuwachs blieb damit nach Informationen der Berliner Morgenpost hinter den Erwartungen zurück.

Wie aus bislang vertraulichen Papieren der Flughafengesellschaft an den Aufsichtsrat hervorgeht, stieg der Umsatz von 372 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 392 Millionen Euro im vergangenen Jahr – das ist ein Plus von 5,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr davor war eine 14-prozentige Steigerung des Umsatzes verbucht worden. Für 2018 erwartet die Geschäftsführung laut Morgenpost-Informationen ein moderates Passagierwachstum auf mehr als 35 Millionen Passagiere und einen Anstieg der Umsätze um acht Prozent.

Der Verlust der Flughafengesellschaft sinkt

An diesem Freitag legt die Flughafengesellschaft dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2017 zur Genehmigung vor. Der Gewinn durch den Betrieb der beiden Flughäfen sank durch die Air-Berlin-Insolvenz im zweiten Halbjahr um 6,7 Prozent und betrug ausweislich der Bilanz 101,7 Millionen Euro. Insgesamt machte die Gesellschaft weniger Verlust. Die Zahlen gingen von 101,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 83,6 Millionen Euro (-17,6 Prozent) zurück.

Dies kam laut FBB auch durch den Abschluss von Vergleichsvereinbarungen mit am Bau des BER beteiligten Firmen zustande. Das Jahresergebnis liege im Trend der Vorjahre. Grund sei vor allem die bessere Auslastung der Flughäfen, man sei den Airlines bei Gebühren für Start und Landung entgegengekommen. FBB-Chef Engelbert Lütke Daldrup will dem Aufsichtsrat auch über den Baufortschritt am BER berichten. Der Airport soll im Oktober 2020 eröffnen.

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