Lastenrad

Berliner Bezirke verleihen Lastenräder an Bürger

Der Bezirk Pankow will Berliner motivieren, vom Auto aufs Lastenfahrrad umzusteigen. Auch in anderen Bezirken gibt es das Modell.

Das Verleihsystem "fLotte" stellt Lastenfahrrad "Bella" zur Verfügung, um auch Großeinkäufe ohne Auto transportieren zu können

Das Verleihsystem "fLotte" stellt Lastenfahrrad "Bella" zur Verfügung, um auch Großeinkäufe ohne Auto transportieren zu können

Foto: Bakfiets

Berlin. Mehr Menschen zum Einkauf mit dem Fahrrad motivieren – dafür setzt sich das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt „2Rad-1Kauf-0Emission“ ein. Denn noch immer dominiert die Auto fahrende Kundschaft. Ganz zum Ärger der Politik, die das Ziel verfolgt, CO2-Emissionen in Zukunft zu reduzieren. Bei dem Projekt geht es weniger darum, bauliche Maßnahmen vorzunehmen, als vielmehr darum, neue Serviceangebote zu entwickeln, um so das Einkaufen mit dem Fahrrad attraktiver zu gestalten.

Am Donnerstag stellen Vollrad Kuhn (Grüne), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung in Pankow, und Oliver Schwedes, Leiter des Fachgebietes Integrierte Verkehrsplanung der Technischen Universität Berlin, ein neues Angebot für Berliner vor. Auf der Schönhauser Allee kann man nun die zugeparkten Straßen und den dichten Stadtverkehr umgehen. Das vom Verleihsystem „fLotte“ zur Verfügung gestellte Lastenfahrrad „Bella“ ermöglicht in Zukunft, auch größere Einkäufe mit dem Fahrrad zu transportieren und so die Umwelt zu schonen.

Kostenfrei Lastenrad an verschiedenen Standorten ausleihen

Doch nicht nur die Schönhauser Allee kann von den Lastenfahrrädern profitieren. In Berlin stehen weitere acht Räder an verschiedenen Standorten kostenfrei zur Verfügung. Sie können tageweise benutzt werden. Zunächst muss man sich dafür registrieren. Danach kann man ein Fahrrad aussuchen, den Standort ermitteln und buchen. Dafür bekommt man per E-Mail ein Codewort zugeschickt. Zur Abholung müssen dann der Ausweis und das Codewort hinterlegt werden.

Studien der Technischen Universität Dresden zur Entwicklung des Radverkehrs in Deutschland halten für das Jahr 2020 einen Anteil des Radverkehrs von 15 Prozent für möglich. Dies würde eine Steigerung des heutigen Durchschnittswertes von acht auf 13 Prozent bedeuten, für städtische Kommunen sogar einen Zuwachs von elf auf dann 16 Prozent.

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