Zahlen für 2017

Trotz Verbots: 1792 Nachtflüge am Flughafen Tegel

Ab 23 Uhr gilt am Flughafen Tegel Nachtflugverbot, doch viele Flieger landen später. 2017 stieg ihre Zahl um über 20 Prozent.

Am Flughafen Tegel starteten und landeten im Jahr 2017 insgesamt 1792 Flugzeuge (Archiv)

Am Flughafen Tegel starteten und landeten im Jahr 2017 insgesamt 1792 Flugzeuge (Archiv)

Foto: dpa Picture-Alliance / Robert Schlesinger / picture alliance / Robert Schles

Berlin. Am Berliner Flughafen Tegel sind im vergangenen Jahr täglich nach 23 Uhr im Schnitt noch etwa fünf Flugzeuge gelandet oder gestartet. Insgesamt gab es 1792 Flugbewegungen außerhalb der regulären Zeiten, wie die Verkehrsverwaltung mitteilte. Das waren gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr, als es 1479 waren. Keiner dieser Flüge sei jedoch vermeidbar gewesen, antwortete Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) auf eine Anfrage der Linksfraktion, die das Abgeordnetenhaus am Montag verbreitete.

Mit 1120 Landungen und Starts handelte es sich beim größten Teil der Flüge um verspätete Maschinen, die eigentlich vor Beginn des Flugverbots um 23 Uhr im Flugplan stehen. Sie dürfen noch bis Mitternacht starten oder landen, wenn sich die Verspätung nicht vermeiden ließ.

650 Nachtflüge gingen nach Kirchners Angaben auf das Konto von Postflugzeugen, Maschinen der Flugbereitschaft der Bundeswehr und der Flugsicherung sowie Rettungsflüge. Für sie gilt das Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 6 Uhr nicht. Für die übrigen 22 Flüge habe es ausdrückliche Genehmigungen gegeben.

Mehr zum Thema:

40 Rosinenbomber sollen zurück nach Berlin kommen

So bitter hat die Lufthansa Berlin enttäuscht

Wolfgang Clement plädiert für Tegel und Hartz IV

Startgebühren am TXL: Lufthansa erzielt Teilerfolg

FDP-Gutachten: Tegel-Volksentscheid ist rechtsverbindlich

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.