Aussagen bei Youtube

Kündigungsverfahren gegen „Volkslehrer“ Nikolai N.

Susanne Leinemann
Nikolai N. in einem Video auf seinem Kanal "Der Volkslehrer"

Nikolai N. in einem Video auf seinem Kanal "Der Volkslehrer"

Foto: Screenshot/Youtube

Der Lehrer wurde mit seinem Youtube-Kanal auffällig, auf dem er Verschwörungstheorien verbreitet und sich antisemitisch äußert.

Die Senatsverwaltung für Bildung hat gegen einen Pädagogen, der sich selbst als „Volkslehrer“ bezeichnet, ein Kündigungsverfahren eingeleitet. Nikolai N., der offenbar mit den „Reichsbürgern“ sympathisiert, ist schon länger vom Dienst freigestellt. „Wir müssen unsere demokratischen Werte klar nach Außen vertreten“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). „Wir sind immer auch Vorbilder.“ Demokratie-Erziehung sei heute ein wichtiger Schwerpunkt in der Schule, so Scheeres. . „Da ist es keine Frage, dass Lehrkräfte diese Werte und Normen ebenso vertreten müssen.“

N. war Lehrer für Englisch, Sport und Musik, zuletzt an einer Grundschule in Gesundbrunnen. Auffällig wurde er durch seinen Youtube-Kanal „Der Volkslehrer“. Er verbreitet dort Verschwörungstheorien, wütet gegen die angebliche Auflösung Deutschlands als Nation, äußert sich rassistisch und antisemitisch. Bei der Veranstaltung „Berlin trägt Kippa“ war er zugegen, wurde dann aber von der Polizei weggeführt.

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